BERichtet | Der Festival-Blog

06.09.2015 | Workshops & Konzert

Trotz Bergen von Endorphinen, ganz viel Euphorie und Lust auf den anstehenden zweiten BERvokal-Tag ist BERsonntägliches Wecker-Klingeln ein ganz besonders fieses. Das sieht man den Gesichtern auch an, die nach und nach in den Frühstücksraum tröpfeln und vor der Kaffeemaschine stehend doch vergessen, die Hafermilch gegen gewohntere Geschmacksrichtungen auszutauschen.

So guckt man auch beim öffentlichen Warm Up noch in so manch müde Sänger-Augen. Ja, BERvokal ist auch anstrengend - aber spätestens nach der ersten Übung sind alle hellwach. Es zählt nur noch: Spaß! Lernen! Und die Vorfreude auf das große Konzert heute Abend. Nach einer Finale-Probe für eben dieses, ging es dann auch zu den Coachings des Hauptworkshops. Wie immer an einem BERvokal-Sonntag werden die Kombinationen aus Coaches und Ensembles für den letzten Block erst kurzfristig festgelegt. In diesem Jahr war die Einteilung für die Ensembles besonders spannend, da krankheitsbedingt auch die Coaches noch einmal überdacht werden mussten. Einen ganz herzlichen Dank an Tanja Pannier und Marco Billep fürs Einspringen und an ONAIR fürs Übernehmen zusätzlicher Coachings!

Parallel zu den Coachings des Hauptworkshops fanden auch heute wieder das COSOA-Bühnenprogramm, viele Workshops für Kinder bei ...sing mit! und ganz viele weitere BER-Workshops statt. Tanja Pannier und Marco Billep gaben weitere kompakte Powerwork Coachings für Bands und Chöre, um mit ihnen an ihren individuellen Fragestellungen zu arbeiten (wir freuen uns jetzt noch über die große Nachfrage!).

Am Vormittag ging mit Complete Vocal Technique ein Workshoprenner des letzten Jahres in eine ebenso erfolgreiche neue Runde: In diesem Jahr in einem etwas anderen Rahmen als Songclass angelegt, wurden die Ansätze und Möglichkeiten von CVT am Beispiel von 5 Kurzcoachings und dabei 5 unterschiedlichen Musikstilen aufgezeigt. Spannend!

Erstmalig bei BERvokal gab es einen Workshop zum Thema Bühnenpräsenz und Stageperformance. Im ersten Moment mag das wie ein typisches Thema für Band-Coachings klingen, er richtete sich aber als offener Workshop bewusst auch an Einzelbesucher. B'Noise hatten sich als Beispielensemble bereit erklärt und so konnten alle gemeinsam erleben, wie entscheidend zum Teil kleine Details zu einem faszinierenden und mitreißenden Auftritt beitragen.

Erfahrenere Tontechniker haben sich im Workshop von Sonja Harth mit der kreativen Seite des Mischpults auseinander gesetzt. Wie kann der Tontechniker gemeinsam mit den Sängern einen Song kreativ gestalten? Hier wurden Sound-Ideen bis hin zu einer denkbaren Realisation betrachtet - und man konnte ganz klar sehen, wie fruchtbar weil unterstützend und charaktermitgestaltend eine enge Zusammenarbeit zwischen a cappella-Bands und "ihren" individuellen Technikern sein kann.

Der "Renner" in diesem Jahr war Tanja Panniers Einführungskurs zur Arbeit mit einer Loopstation. Ganz ehrlich, es ist doch auch absolut faszinierend, mit sich allein richtig coole Musik machen zu können - oder? Das war sicher einer der häufigsten Beweggründe für die Teilnehmer, auch wenn Loopstations auch gerne von Bands zur Erweiterung der musikalischen Möglichkeiten verwendet werden. Und so konnten die Teilnehmer unter Anleitung erste Gehversuche und Experimente mit diesem spannenden Gerät wagen. Die Begeisterung war riesig!

Achim Rust entführte seine Workshop-Teilnehmer in die Welt der Rhythmik - im wahrsten Sinne des Wortes: Musik aus verschiedensten Teilen der Welt diente im Workshop Vocal Groove als Basis für verschiedenste Übungen eines vielfältigen Groove-Trainings. Wege und Ebenen zur Erfassung von Rhythmen in der Probenarbeit konnten hier ausprobiert werden. Neben dem Erfassen und dem reinen Verständnis galt es besonders das Rhythmus-Empfinden als Basis zur Umsetzung - von Gesang bis Bodypercussion - zu fordern und zu schulen.

Auch Beatboxing stand wieder auf dem Programm: Zuerst ein Einsteigerkurs mit Lukas Teske. Es wurde wieder erklärt, gezeigt und vor allem kräftig selbst experimentiert auf welche Arten und Weisen unterschiedliche Beatbox-Sounds erzeugt werden können - und alle hatten sichtlich Spaß dabei. Einige Teilnehmer hatten bereits den Workshop von Julian Knörzer am Vortag besucht und waren begeistert, dass beide Kurse unterschiedliche didaktische Ansätze und Aspekte abdeckten und sich nicht doppelten sondern prima ergänzten - sehr schön!

Das Interesse am Beatboxing war in diesem Jahr so groß, dass am Nachmittag auch ein zweiter Fortgeschrittenenkurs bei Julian Knörzer stattfinden konnte. Sehr schön zu sehen, mit Julian einen wirklich gefragten Experten an Bord zu haben - zeigten doch in der bunten Teilnehmerschar auch Beatboxer aktueller und ehemaliger BERvokal-Ensembles sowie das ein oder andere a cappella-prominente Gesicht großes fachliches Interesse. Es sind Momente wie diese, in denen das Gefühl einer stetig (zusammen)wachsenden BERvokal-Familie reale Gestalt annimmt.

Insgesamt waren an diesem Wochenende wunderbar viele bekannte Gesichter ehemaliger BERvokal-Ensembles in Workshops und Publikum zu sehen - und haben für reichlich Begeisterungs-Quietschen und freudige Begrüßungen gesorgt. Jungs und Mädels, Ihr habt uns mit Eurem Besuch sehr, sehr glücklich gemacht. Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen 2016! :-)

2016... ja, denn das war sie fast schon wieder, die BERvokal 2015. Die Workshops alle abgeschlossen, die BER-Ensembles & ONAIR mit den Soundchecks fertig, die Garderoben eingeteilt, die Auftritte und Abgänge samt Mikro-Übergaben besprochen, das Catering parat, die Party vorbereitet, das Foyer voller vorfreudigem Publikum, verwandelt sich das FEZ immer etwas, ist plötzlich nicht mehr die vertraute "BER-Wohnung"" mit den vielen "Klassenzimmern", sondern mutiert zu einer Veranstaltungslocation mit ihrem ganz besonderen Zauber. Hier und da war etwas Nervosität zu spüren, doch unsere BER-Ensembles schienen in diesem Jahr erstaunlich gelassen und freuten sich schlicht riesig auf ihren Auftritt. Und der war in jedem einzelnen Fall grandios! Es ist immer wieder überraschend, wie die Songs, an denen so viel gefeilt wurde und die auch uns vom Team inzwischen so vertraut sind, mit Mikros aus den Boxen klingen, wie sie mit Bühnenklamotten und Licht wirken - kurz: Man sieht die Bands und ihre Songs noch einmal mit völlig neuen Augen. Ein absoluter Favorit unter den Balladen klingt plötzlich nicht mehr so zerbrechlich, zart und in perfekt gemischten Stimmen aus den Boxen, ein anderer, bisher eher durchschnittlich wirkender Song groovt dagegen auf einmal derart, dass man kaum sitzen bleiben kann. Daher war es für uns eine tolle Überraschung, dass in diesem Jahr kein Ansatz eines "ach schade"-Moments aufkam und alle Auftritte einfach nur ein Grund zu feiern waren.

Die perfekte Partystimmung zauberten im Anschluss ONAIR auf die Bühne. Wahnsinn. Diese Band ist ein Phänomen. Im letzten Jahr durften wir ja bereits mit ihnen feiern und waren total geflashed. Das was sie in diesem Jahr auf unsere Abschlusskonzertbühne gezaubert haben, hat das noch einmal übertroffen. Perfekt - in jeglicher Hinsicht. Tolle Songs in tollen Arrangements, tolle Stimmen, toller Sound, tolle Show - ich muss zugeben, dass ich irgendwann einfach in Faszination versunken bin und daher keine Details mehr beschreiben kann. Erwähnenswert, um das stimmige Gesamtkunstwerk zu beschreiben, ist vielleicht, dass es für unglaublich passend eingesetzte Disko-Sterne im Saal Szenen-Applaus gab.

Der Afterglow fiel in diesem Jahr etwas der Baustellen-Atmosphäre im Foyer zum Opfer, dafür ging der Konzertabend direkt in die umso besser gefüllte Abschlussparty über. Bereits jetzt, im dritten Jahr, war hier das Wort "legendär" zu hören und hat uns doch etwas stolz gemacht. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde gefeiert und getanzt bis die letzten mit dem Besen rausgefegt werden mussten - nicht ohne noch kurz für eine kleine Balladen-Runde am Flügel hängen zu bleiben und schließlich den Weg zum Hotel und einen dortigen Raum bis in die frühen Morgenstunden zu beschallen. BERvokal, Du bist immer wieder einzigartig - schön!

05.09.2015 | Workshops & Open Stage

Warm-Up

Obwohl ein Teil des Teams die Nacht noch mit einer unfreiwilligen Hotelzimmer-Lotterie gefeiert hatte, startete der Samstag munter und voller Tatendrang: Los gings mit einem Warm-Up für BER-Ensembles und Besucher. Der Raum platzte aus allen Nähten, erstaunlich viele singbegeisterte frühe Vögelchen waren schon unterwegs.

HörBänd mit Erik Sohnbaff! mit ONAIR

Ordentlich Kribbeln lag in der Luft: Die BERvokal-Ensembles sind natürlich immer gespannt, was auf sie zukommt - aber diesmal war auch das Team kribbelig-neugierig: Wie würden das Coaching-Konzept - nach zwei großartigen Jahren mit Maybebop - für ONAIR aufgehen und bei den BERvokal-Ensembles ankommen? Die Bandbetreuer haben ihre Öhrchen noch einmal extra scharf gespitzt, aber nach dem ersten Block war klar: Perfekt - läuft alles wie es soll!

Parallel zu den Coaching-Blöcken unserer BERvokal-Ensembles arbeiteten weitere Ensembles in kompakten Powerwork Coachings bei Tanja Pannier, Carsten Gerlitz und Marco Billep an ausgewählten Aspekten ihrer Songs und Performance.

Beatbox Beginners Julian Knörzer

Die Grundlagen des Beatboxings wurden bei Julian Knörzer eifrig erarbeitet und ausprobiert. Es ist immer wieder ein lustiges Erlebnis, wenn man sich nach einem Beatbox-Workshop in der Öffentlichkeit selbst dabei ertappt, wie man "komische Geräusche" von sich gibt - denn Beatboxing ist irre faszinierend und macht richtig viel Spaß!

Carsten Gerlitz behandelte in seinem Workshop Stilistik und Groove im Popchor - hier wurden mit den Teilnehmern unter anderem in erstaunlich kurzer Zeit ganze Stücke auf Basis von Textarbeit einstudiert. Völlig fasziniertes Feedback war im Anschluss zu hören!

A cappella-Arrangements waren das Thema im Workshop von Stefan Flügel. Die Teilnehmer konnten sich nicht nur Impulse und Anregungen aus seinem Erfahrungsschatz geben lassen, sondern auch konkrete Tipps zu eigenen, mitgebrachten Werken bekommen, die in der Runde besprochen wurden.

Tontechnik für Sänger (und ihre Techniker)

In Tontechnik für Sänger (und deren Techniker) von Thomas Schröder und Nicolai Plier ging es darum, das Zusammenspiel von Sänger und Techniker zu beleuchten, intensiviertes Verständnis für die jeweilige Materie zu schaffen sowie Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen - eine Thematik, die jeden Aktiven betrifft und so sah man in diesem Workshop eine bunte Mischung aus Einzelteilnehmern und BERvokal-Ensembles.

Im Laufe des Nachmittags durften dann noch Beatbox-Erfahrene ran. Im Fortgeschrittenenkurs hat Julian Knörzer dann so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert, Tipps und Kniffe für noch optimaleren Sound und coole Patterns gegeben - und dabei so manches Talent entdeckt. Die Kleinsten sind eben doch so manches mal die Größten!

Songinterpretation Felix Powroslo

Den Abschluss des Work­shop-­Tages bildete die Songinter­preta­tion bei Felix Powroslo. Für so manchen ist das ein BER-Sahne­stück­chen - da man wohl selten sonst so von Musik berührt wird, wie während dieser 60 Minuten. Am Beispiel einzelner BER-Ensembles wird erarbeitet und gezeigt, was einem Song heraus geholt werden kann, wenn man sich auf Text, Stimmung und seine eigenen Gefühle hierzu einlässt. Manche Übung kommt einem dabei durchaus gewollt seltsam vor: "Das ist jetzt ein bisschen Kindergarten, aber das sind die stärksten Sachen". Und es heißt es auch schnell "Achtung, Komfortzonengrenze!", wenn zur Unterstützung eine fremde Person aus dem Publikum geholt wird, um Stimmung und Gefühle (be)greifbarer zu machen. Eine wirklich harte Aufgabe für die Teilnehmer. Aber gelingt es, gibt es so manches feuchte Auge bei Teilnehmern und Publikum. Ganz groß!

Seebühne COSOA

Parallel zu den BER-Workshops fand auf der Seebühne im schönen Innenhof des FEZ bei leider nicht so schönem Wetter die Chor Open Air Open Stage statt, bei der sich unzählige richtig tolle Chöre präsentierten. Im Laufe des Nachmittags konnten jedoch weder die Technik noch die hartgesottensten Sänger und Zuschauer mehr dem Regen trotzen und so ging es kurzerhand im Foyer des FEZ unplugged weiter. Überall waren den ganzen Tag über glitzernd mit Noten und Notenschlüsseln geschminkte, singende und tanzende Kinder zu sehen, die das Familienprogramm ...sing mit! der Landesmusikakademie sichtlich genossen - hier waren bekannte Kinderlieder, nebenan Klatschen und Trommeln und einen Moment später fröhliche Urwaldbewohner aus den Zimmern zu hören.

Acoustic Instinct

Schwupp, schon war es Abend - und die Open Stage stand den BER-Ensembles und vielen weiteren Bands und Chören offen. Sogar das neu entdeckte Junior-Beatbox-Talent war spontan mit von der Partie! Wahnsinn, so viele, ganz unterschiedliche, tolle Teilnehmer gab es zu entdecken und zu feiern. Sehr unterhaltsam durch den Abend geführt haben Acoustic Instinct, ein A-Cappella-Beatbox-Performance-Duo - und dabei mit ihrer Show, egal ob als altmodisches Radio, beflissener Fensterputzer oder mit kompletter Improviasation, für so manchen Lachkollaps gesorgt. Ob Scribble Karriere als BER-Maskottchen macht? Alles zusammen großes Kino, äh... ne... große Bühne! Das musste auf der Aftershowparty kräftig und ausgiebig gefeiert werden. Aber wozu sind Nächte da? ;-)

Auf der Open Stage standen in diesem Jahr:

  • Beat Poetry Club
  • Kilian
  • Weiberkonsort
  • Boximusic
  • baff!
  • Dolphins
  • Catchy Tunes
  • Cover Me Bad
  • B'Noise
  • Taktfoll
  • Gretchens Antwort
  • Elevator Pitch
  • HörBänd
  • Acoustic Instinct

04.09.2015 | Eröffnungstag

BERvokal Team  2015

Das dritte Jahr BERvokal ist eine Premiere: Das erste Vokalcamp Berlin! Ein großes Abenteuer, sich noch mal "neu zu erfinden".

Am Vormittag wuselte das Team aus allen Ecken des Landes ins FEZ. Es ist inzwischen ein bisschen wie nach Hause kommen - und ein gutes Gefühl, wieder durch den Haupteingang ins fast fertig sanierte Foyer zu kommen, in dem man in diesem Jahr auch direkt den Infostand findet - anstelle durch eine Hintertür und lange, schmale Gänge den Weg zu suchen, um den Kollegen endlich vorfreudig um den Hals zu fallen. Bei Ankunft des Blog-Teams hatten unzählige fleißige Hände schon fast den kompletten Aufbau erledigt (DANKE - Ihr seid Helden!). So ein Festival "aufzubauen" bedarf einigen Kühlschrankrückens, Einheiten in Getränkeaerobic, Treppen-Step-Dance, Großgebäude­labyrinth­orientierungs­training und vielem mehr. Nicht ganz einfach, aus diesem eifrigen Gewusel einen geordneten Fototermin zu organisieren - aber endlich haben wir es geschafft: Es gibt ein (zumindest fast vollständiges) Team-Foto! Kaum hatte sich die Fotoformation aufgelöst, standen auch schon die ersten Bands im Foyer an unserem Infostand: START!

Die Verkehrswelt hatte allerdings ein Wörtchen mitzureden, mehrere Sänger und sogar eine ganze Band standen im Stau - wie sich herausstellte: Im selben. Denn in diesem Jahr hatte sich vorab eine kleine Chatgruppe aus Bands und einigen Team-Verantwortlichen gebildet und so war der ein oder andere Lachkrampf der Mitlesenden inklusive, als eine kleine Autobahn-Jam-Session vorgeschlagen und mit Eisdielen-Bildern der bereits Angekommenen beantwortet wurde.

Besprechung Coaches

Einer kurzen Begrüßung schlossen sich die ersten Töne an - bei einem improvisierten gemeinsamen Einsingen wurden die Kollegen der anderen Bands schon einmal gespannt gemustert. Direkt im Anschluss hatten die Bands Gelegenheit, sich den Coaches, den übrigen Teilnehmern und dem Team mit einem kurzen Unplugged-Auftritt vorzustellen. Wow! Was für eine Bandbreite in Genre, Besetzung und auch Alter - und dabei für eine Leistungsdichte, die man keinesfalls mit diesen Kriterien in Verbindung stellen kann. Wir hätten nicht gedacht, dass bei der Vorstellung schon ein solches Gänsehautfeeling aufkommt! b'noise, baff!, Beat Poetry Club, Elevator Pitch, Gretchens Antwort, HörBänd - das wird richtig schön mit Euch!!

Voice It

Nach einer ersten gemeinsamen Probe aller Ensembles war es dann auch schon so weit: Die große offizielle Eröffnung mit Delta Q, supported durch Voice It. Voice It aus Dresden überzeugten mit unglaublicher, mitreißender Energie, authen­tischer Präsentation und tollem Sound.

Delta Q

Delta Q, die vor 2 Jahren selbst BERvokal-Teilnehmer waren, haben sich unheimlich weiterentwickelt. Dass sie seit Kurzem mit neuem Bass unterwegs sind, war nicht zu merken. Er passt hervorragend zu Delta Q, ein satter Bass, viel Humor und schon so souverän in Musik, Text, Choreos und Moderationen, dass es kaum zu begreifen ist, in wie kurzer Zeit er sich das alles "draufgeschafft" haben muss. Es war ein großartiges Konzert! Groove, Humor, Kreativität und unverwechselbarer Charme "Marke Delta Q" haben den Saal begeistert - und für die perfekte BERvokal (Ein)Stimmung gesorgt. So blieben auch noch viele Gäste, um den ersten Abend beim ausgiebigen Afterglow ausklingen zu lassen. Und tatsächlich ließen sich einige BERvokal-Ensembles zur ein oder anderen ersten öffentlichen Kostprobe überreden. Wir sind sowas von gespannt auf morgen!

07.09.2014 | Der letzte Workshoptag

Guten Morgähn! Ist wirklich schon der vierte BER-Tag? Ist heute Sonntag?

Und warum ist der Frühstücksraum so leer? Ach ja, deshalb ist der Kopf auch so schwer...

Der Sonntag beginnt ebenfalls früh um 9:30h und fühlt sich dabei noch erheblich früher an. Nach einem schnellen Kaffee schaffe ich es gerade noch zum Warm-Up. Und ich bilde mir ein, es riecht schon nach Konzert-Schweiß, -Aufregung und ein wenig nach Abschied... Ganz schnell die Gedanken beiseite schieben und aufwachen. Es wartet noch ein erlebnisreicher langer Tag voller spannender Workshops von und mit den vielen liebgewonnenen Leuten um mich herum. Also weiter konzentriert im Warm Up atmen, ganz ruhig...

Mit Beginn der gemeinsamen Probe aller Ensembles verfliegen die Gedanken sofort. Was ein Sound! Den möchte ich am liebsten für immer konservieren. Der Ohrwurm pfeift weiter, während der LJC und zwo3wir in ihre Coachings gehen und die Helfer sich am Infostand treffen, um die neuesten Neuigkeiten nicht nur organisatorischer Natur einzusammeln. Der Workshoptag nimmt mit Volldampf Fahrt auf.

In der Astrid-Lindgren-Bühne wird es für die Teilnehmer des Livesound-Workshops ernst: Aufbau und Vorbereitungen für das große Abschlusskonzert und die zugehörigen Soundchecks. Hand- und Chormikrofone müssen bereit sein, Monitorboxen funktionieren, alle Kabel richtig verlegt sein... bevor die Bands kommen.

Draußen wird gerätselt: Wer ist eigentlich Ensemble X?! Das ist die obligatorische BERvokal Sonntags-Frage. Die Bands-Coachings des letzten Blocks sind vorab nicht eingeteilt. Die Coaches entscheiden sich hier erst nach ihrer letzten Besprechung, wer noch einmal welcher Band mit seinem individuellen Schwerpunkt am besten unter die Arme greifen und noch einmal neuen Input liefern kann. Da die Bands, die gerade frei haben, gerne proben oder andere Workshops besuchen würden, hört man die Frage nach diesem ominösen "X" immer häufiger. Da! Ist der Plan. Aha! Am Sonntag wird neben Felix Powroslo, Erik Sohn und Oliver Gies auch Lukas Teske noch eine Band übernehmen. Selbstlaut! freuen sich, dass mit Lukas Blick noch eine weitere Perspektive auf ihre Songs und Interpretationen hinzukommen wird. Aber ob nun Lukas, Felix, Erik oder Olli - alle Bands sind glücklich und werden noch einmal viiiel Input bekommen.

Während der Pausen einzelner Bands ist bei manch einem Sänger langsam aufkommende Nervosität zu spüren: Kann ich das Neue alles so umsetzen? Wir müssen uns noch mal absprechen - nicht dass einer dann "alt" und einer "neu" macht! Wie ging der Beatbox-Laut noch mal? Wo kann ich meine Konzertklamotten für den Rest des Tages lassen? Wann haben wir Soundcheck?

Während die Bands nach und nach zu selbigem in der Astrid-Lindgren-Bühne verschwinden oder Probenräume belagern, gewinnen langsam die Einzelworkshop-Teilnehmer die Überhand auf den Gängen. Beatbox-Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene bei Lukas Teske gibt es auch heute wieder, dazu einen Workshop zur Arbeit mit Trainings-Tracks für Chorsänger bei Martin Seiler, einen Arrangierworkshop bei Oliver Gies, einen Kulturmanagement-Workshop mit Sebastian Schröder und zwei Module Complete Vocal Technique für Anfänger und Fortgeschrittene bei Elisabeth Schubert. Auch in diesen Workshops trifft man auf konzentriert-gerötete Gesichter und viel Begeisterung.

Trotz ihrer Coach-Tätigkeiten, eigenem Soundcheck und abendlichem Konzert wirken auch sämtliche Maybebop-Sänger völlig entspannt, lauschen in die Soundchecks der BERensembles rein und mischen sich vollkommen selbstverständlich unter die Teilnehmer. Für viele der BERensembles ist es eine willkommene Chance noch so manche Frage an ihre Vorbilder loszuwerden.

Nach einer letzten gemeinsamen Probe, diesmal inklusive Maybebop, wird es dann wirklich ernst: Das Abschlusskonzert naht. Die Garderoben werden eingeteilt, bezogen und bald werden sich alle Bands Backstage aufhalten und die Gänge sich leeren.

Einen kleinen Einschub gibt es jedoch noch: Bei einem spontan organisierten, geheimen Treffen der Bands und Helfer wird noch fix ein Flashmob auf die Beine gestellt. Bei "Music", das Maybebop aktuell im Programm haben, werden alle im Schlussteil aufstehen und mit einem eigens von Leo Hoepner arrangierten Chorteil einsetzen. Der Haken an der Sache: Der Song ist heute nicht auf der Setlist - da hilft nur BRÜLLEN, wenn es um Wunschzugaben geht.

Nun ist aber wirklich Ruhe auf den Gängen. Nur noch die Helfer flitzen herum, der Saal, die Pausentheke und die Räume für die anschließende Aftershowparty werden vorbereitet, Einlass und Schließdienste organisiert und die ersten Gäste Willkommen geheißen. Zack ist es 19h. Die Show beginnt. Jedes Ensemble darf 2 Songs präsentieren, an denen in den Coachings gearbeitet wurde. Das heißt, es geht im wahrsten Sinne um heiße Eisen. Frisch erarbeitete Verbesserungen, egal ob am Song selbst, in dessen Interpretation und Darbietung oder in Choreographien, machen natürlich anfällig. Wird alles glatt gehen? Diese Spannung macht neben dem puren Konzerterlebnis ein BERvokal-Abschlusskonzert aus!

Keine Band stolpert heute Abend, ausnahmslos alle Bands und deren Songs wirken noch besser, intensiver, sind schöner und unterhaltsamer als zu Beginn des Wochenendes. Die Unterschiede sind nicht zu übersehen und zu überhören. Chapeau! Den ersten Konzertteil in Wort zu fassen fällt schwer, daher verweisen wir hier mal auf unseren Podcast, denn es ist schlicht nicht verbal zu beschreiben, was da auf der Bühne passiert. Schaut euch das Video an oder kommt nächstes Jahr vorbei, denn das Abschlusskonzert ist immer etwas ganz besonderes.

Als Tüpfelchen auf dem i stürmen nach der Konzertpause "Maybebop" die Bühne und zeigen in perfekter Manier wie es laufen soll. Eine wahnsinnige Show, die die Jungs da abliefern - sowohl gesanglich als auch choreografisch. Perfekt zur Schau gestellt, woran an diesem Wochenende bei allen Ensembles gearbeitet wurde und wie es schlussendlich aussehen kann. Ganz großes ACA-Kino. Und mit dem geglückten Flashmob und vier gerührten und in den Boden gesungenen Boppern war das ein rundum schönes, emotional packendes Konzert.

Zum Glück ist mit Konzertende der Abend und damit auch BERvokal 2014 noch nicht zu Ende! Bereits draußen am CD-Stand im Foyer wird weiter gesungen. Gäste pfeifen vor sich hin, Chorsänger stimmen ihre Lieder noch einmal in kleinerem Kreis an und zwo3wir geben spontan unter den Augen von William Wahl noch dessen "Feuerzeug" zum Besten - in einer Gänsehautversion. Weiter gesungen wird auch bei der Aftershowparty, hier allerdings zur Musik des DJs, der versucht, auch die müdesten Beine von der Tanzfläche zu überzeugen - nachdem sich alle lecker gestärkt haben schließlich mit Erfolg. Was eine Nacht! Tanzen und Feiern bis zum Umfallen, kleine, wieder bunt gemischte Grüppchen an den Tischen, kreative Diskussionen, witzige Gespräche, Zukunftsvisionen und Wiedersehenspläne auf Gängen und an der Bar.

Es ist ein sanfter Abschied auf Raten, wenn immer wieder eine kleine Gruppe winkend geht, bis schließlich die letzten von der Tanzfläche gefegt werden.

Dass am nächsten Morgen beim letzten Abschied im Hotel nicht alle Augen trocken bleiben würden, konnten wir in diesem Moment ja noch nicht ahnen...

06.09.2014 | Der zweite Workshoptag

Tag 3 bei der BERvokal 2014 und für die Ensembles der zweite Workshoptag. Und er beginnt früh, denn um 9:30 gibt es ein gemeinsames Warm-Up bei Coach Felix Powroslo auf der großen Bühne, auf der auch am Sonntag das Abschlusskonzert zusammen mit Maybebop stattfinden wird. Als wir den Raum betreten, herrscht absolute Stille, denn alle Teilnehmer sollen mit geschlossenen Augen atmen. Klingt einfach, ist es aber nicht so unbedingt: Umgeben von 40 weiteren Teilnehmern - teils bekannt, teils unbekannt - sich nur auf sich selbst zu konzentrieren und auf das, was mit dem eigenen Körper passiert ist eine Herausforderung. Was geschieht, wenn wir die Augen öffnen? Und was, wenn wir Blickkontakt mit einer anderen Person aufnehmen? Das alles verändert etwas im Körper, in der Atmung, in der Ausstrahlung. Alle sind mit ihren Gedanken ganz bei sich und ihrem Körper, aber Felix schafft es hierbei geschickt, die Sänger nach einiger Zeit für den Tag wachzurütteln. Sie bekommen die Aufgabe, den momentan vorhandenen Ohrwurm laut vor sich hinzusingen. 40 Leute. Jeder singt ein anderes Stück - was für ein Klangchaos! Aber auf eine sonderbare und verzaubernde Weise schwingt alles auf einer Ebene. Jetzt wird es etwas absurder, denn nun geht es vom "ich" zum "du", bzw. zum "wir". "Schaut die andere Person an. Nehmt euch Zeit dafür!" oder auch "Schubbert euch aneinander!". Bei den animalischen Zügen ist es nicht verwunderlich, dass die gesamte Truppe erst mal dafür zu sorgen hat, dass sämtliche Dämonen auf der Bühne vertrieben werden. Laut, leise, energisch, mit und ohne Körpereinsatz. Mission erfüllt - weiter geht's!

Oliver Gies steht schon in den Startlöchern und übernimmt die ganze Bande für eine einstündige Probe. Schön zu sehen, dass sich trotz der sechs verschiedenen und sich teils noch nicht bekannten Ensembles langsam eine Einheit bildet. Alle ziehen an einem Strang, das hört man deutlich.

Der Samstag ist wie letztes Jahr straff geplant und so geht es für die ersten drei Ensembles ohne Pause in die ersten Coachings an diesem Tag. Jede Band bekommt an diesem Wochenende neben den Gesamtproben 4 Coachings.

Zusätzlich werden auch noch einige Spezialworkshops wie beispielsweise Beatboxen, Alexandertechnik und Vokalimprovisation angeboten. Diese richten sich auch an Einzelteilnehmer, wobei viele im Anschluss den Weg als Zuschauer in die Band-Coachings finden. So bescheren die Einzelworkshops den Coaches und auch den Ensembles noch mehr interessiertes und fachkundiges Publikum. Das motiviert!

Der Tag verläuft trotz der Terminfülle ganz entspannt. Der stete Wechsel der Ensembles funktioniert reibungslos - ganz zur Freude von uns Bandbetreuern und den netten Damen am Infotisch.

Ein kurzer Blick in den Beatboxworkshop für Fortgeschrittene: gleichzeitiges Summen und Geräusche machen. Da bin ich raus – oder besser: Meine Koordinationsfähigkeit. Aber alle Anwesenden scheinen zu wissen, was sie tun und sind mit Spaß dabei.

Am späten Nachmittag ist für einige Bands endlich Zeit, das Mittagessen nachzuholen. Eine Massenbestellung bei einem Pizzadienst vor Ort macht es möglich. Kaum schleppen die BERvokal-Helfer die Pizzen in den Gemeinschaftsflur, schon stürmen die hungrigen Teilnehmer sämtliche Sitzgelegenheiten. Ein schöner Anblick! - ebenso wie das verdatterte Gesicht des freundlichen Pizzaboten, als sich einige die Pizzakartons bis zum Hals stapeln lassen. „Da geht noch eine drauf!“. Ungläubig guckend auf dem Wirtschaftshof hinterlassen hoffen wir, dass er inzwischen seine Fassung wiedergewonnen hat.

Während der gewohnten Workshops findet dieses Jahr auch der so genannte "Livesound-Workshop" statt. Über drei Tage haben die Teilnehmer die Möglichkeit, zunächst theoretisch und dann auch praktisch - am singenden Objekt - das Live-Abmischen von Bands zu erlernen. Dieses Wissen wird dann auch prompt geprüft und auf die Probe gestellt, denn genau diese Personen dürfen den Soundcheck und auch Teile der Open Stage mischen.

Apropos Open Stage! Teilnehmen werden folgende Bands: unsere BERensembles 2014, a.k.pella, The Knorke, Marcel Wagner, Tonfolk und Soundshake.

Doch kurz vorher findet noch ein Highlight des Tages statt: Der Songinterpretationsworkshop bei Felix. Der Raum ist prall gefüllt mit Interessierten - sowohl Workshopteilnehmer als auch passive Besucher wollen sich dieses Thema offensichtlich nicht entgehen lassen.

Zunächst wird eine Brücke geschlagen zu dem morgendlichen Warm-Up. Wieder wird intensiv geatmet, nachgespürt und wahrgenommen. Eine intensive und packende Atmosphäre. Diese Atmosphäre hat sich stetig weiter verdichtet und nach Ende des Workshops sieht man überall auf den Gängen glücklich-strahlenden Menschen mit glasigen oder gar verweinten Augen. Dieser Workshop zählt definitiv zu den ganz besonderen Erlebnissen!

Unmittelbar im Anschluss startet die Open Stage. Wie der Begriff schon sagt, wusste keiner was passiert und wer dort außer unseren BERensembles 2014 auf der Bühne steht. Lediglich ein Plakat mit ein paar Namen darauf legt die Auftrittsreihenfolge fest. Als erste Band erobert Tonfolk die Bühne und zaubert mit einem Medley sommerliche Stimmung, um dann mitzuteilen: „Bei mir bist du schoen“. a.k.pella versuchen das weibliche Publikum mit einem Backstreet Boys-Medley um den Finger zu wickeln. Das ein oder andere Kreischen zeugt von Erfolg. Ob ihr zweiter Song „zu spät“ im Kontext zu ersterem zu sehen ist, wird jedoch für immer ein Geheimnis bleiben… Mit Soundshake setzt im Anschluss ein ganzer Chor mit dem „Man in the Mirror“ auseinander. Ich muss feststellen: Der Song wirkt auch als Chorstück richtig gut. zwo3wir sorgen nach einem flotten Intro mit „Madness“ für die ersten zuckenden Tanzbeine des Abends und beweisen, dass Niederösterreich neben einer musikalisch flexibel interpretierbaren Hymne einen Touch von Gangsta‘s Paradise aufweisen kann. Dass The Knorke ebenfalls mit „Madness“ beginnen, zeugt von einem durchdachten Auftritt. Denn die „harten Jungs“ des Abends legen im Anschluss ein akustisches Schlachtschwein auf die Bühnenbretter, das sich auch gern im Schlamm eines Metal-Open-Airs gesuhlt hätte. Was eine Bandbreite der a cappella-Szene auf einer Bühne!

Inzwischen kocht der vollbesetzte Saal im wahrsten Sinne des Wortes, Zeit für eine Getränkepause. Als Pausengong und Eröffnungsact der zweiten Hälfte findet sich ein spontan formiertes Maybebop-Cover-Duo. Hoffentlich ist der gewählte Titel „Wir haben keine Lust mehr“ nicht wörtlich zu nehmen… Das Publikum jedenfalls hat Lust auf mehr! Marcel W. und seine Loop-Maschine entführen das Publikum nun durch die Jahrzehnte: Der kleine grüne Kaktus, Pop - es ist alles dabei. Selbst Mozart kann auf die moderne Technik vertrauen. Minor’s Diner hinterfragen, was die Supermarktkette Konsum um alles in der Welt mit der Musikbranche zu tun hat. Und warum sich in jeder Lebenslage ein Gegenüber findet, der von „Tuten & Blasen“ keine Ahnung hat. Petitfour schlagen im Anschluss mit „Boris“ ruhige aber intensive Töne an und beenden ihren kleinen Auftritt mit ihrer Zugabe, einem ebenso intensiven Abendlied. Doch es geht weiter: Mit Spirited legt der zweite Chor des Abends erst einen „Skyfall“ hin und lässt im Anschluss Schmetterlinge fliegen. Selbstlaut! beenden die Open Stage mit einer Medley-Diskussion zu Kindheitserinnerungen zwischen Anime-Filmen und Benjamin Blümchen – und stellen DIE überleitende Frage in den Raum: „Are U Gonna Stay The Night?“

Was für eine Frage! Es ist Samstag, die Nacht wird zum Tag gemacht! Was sich gestern schon angedeutet hat, ist jetzt ganz klar zu spüren: Es passt einfach! Teilnehmer, Bands und Gäste, Gäste, Teilnehmer und Bands, … sind nicht mehr zu unterscheiden und man hört manche noch lange nach offiziellem Ende der Party durch die Straßen ziehen.

05.09.2014 | Der erste Workshoptag

Wieder ist es kurz vor Mitternacht - eine der unzähligen Sternstunden des BERvokal-Tages. Denn wir sitzen in geselliger Runde mit allen BERvokal-Ensembles und -Mitarbeitern bunt gemischt zusammen. Ein unruhiger, ruhiger Ausklang eines tollen Tages.

Hinter uns liegen einige aufregende Stunden: Nach einem entspannten Hotelfrühstück wird das Hotelterrassenkreativbüro eingerichtet, zusammengeschoben, Kabel verlegt... Ein Teil des Teams hängt die Füße ins kühle Naß der Spree - zu einem Outdoor-Arbeitslager, um tagesaktuelle Dinge auf den Weg zu bringen. Fotos müssen bearbeitet werden, der erste Podcast wird auf den Weg gebracht und die Homepage wird aktualisiert. Eine äußerst lustige, kleine, aber produktive Runde.

Um 15 Uhr trifft sich das Team wieder im FEZ zur Mitarbeiterbesprechung - Ruhe vor dem Sturm. Auf dem Plan stehen eine Hausführung (denn das FEZ würde man jetzt nicht mit dem Wort „übersichtlich“ beschreiben) und die Einteilung der einzelne Dienste.

Ein Teil des Teams steht schon bereit zur Begrüßung der bald nach und nach eintrudelnden Bands. Verloren gegangene Bandmitglieder werden eingesammelt, stauverlorene getröstet, fleißig Backstagepässe an alle verteilt und nach einiger Zeit ist der Flur erfüllt von Gesprächen und Gelächter.

Mit etwas Verspätung gehts dann endlich los: Startschuss für die Bands!! Nach einem kurzen Warm Up zum Kennenlernen und einigen Orga-Ansagen sind auch alle Dozenten eingetroffen. Während die Bands sich gegenseitig mit 2-3 Stücken vorstellen, können sich die Dozenten ein Bild über den aktuellen Leistungsstand und die möglichen Coachingansätze machen.

Hinter den Kulissen wird weiterhin fleißig organisiert, denn die Abend- und Mittagsfütterungen der nächsten Tage so vieler hungriger Musiker-Münder und natürlich auch der Besucheransturm wollen gut koordiniert und vorbereitet sein.

Mit der Zeit steigt der Wasserkonsum in ähnlichem Maße wie Sauerstoffgehalt der Luft und Konzentration langsam abnehmen. Aber noch lassen die Dozenten nicht locker und es wird bis 21:30 Uhr intensiv geprobt.

Mit dabei sind dieses Jahr Minor's Diner aus Göttingen, Selbstlaut! aus Detmold, Spirited aus Berlin, ebenso wie der Landesjugend­chor Berlin, petitfour und zwo3wir – unsere österreichische Quoteninter­natio­nalität.

Bei einem gemütlichen Glas schließt sich nun der Tag und auch der Kreis dieses Bog-Eintrags - gute Nacht!

04.09.2014 | Das "Berlin Allstars"-Eröffnungskonzert

Was für ein Start! Es ist inzwischen 0:00 und wir, das Team der BERvokal, sitzen zusammen, um den Tag ausklingen zu lassen.

Heute stand das große "BERlin Allstars-Konzert" auf dem Programm. Mit dabei: "HudH" - auch genannt "Hartmuth und die Hitmaschine" -, "Klangbezirk", "Village Voices" und "ONAIR". In eben dieser Reihenfolge treten die 4 Berliner Ensembles auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ auf.

Nach einem Nachmittag voller Vorbereitungen für das Konzert und das darauf folgende Workshop-Wochenende fällt um 20 Uhr der Startschuss für die diesjährige BERvokal. "Hartmuth und die Hitmaschine" brauchen nur wenige Augenblicke, um das Publikum zu gewinnen. Zusammen mit "Loopie" heizen Lukas Teske und Patrick Oliver ordentlich ein und verlassen auf Grund der Hitze etwas leichter bekleidet die Bühne.

Jetzt heißt es runterfahren und Ohren auf, denn es folgen "Klangbezirk" - feine, emotionale Klänge in den so typischen Klangbezirk-Arrangements füllen den Saal. Schön und fesselnd zugleich - ein schöner Übergang in die folgende Pause.

Für uns heißt es in diesem Moment: Kameras umbauen, Objektive und Speicherkarten wechseln. Denn wer es nicht zu diesem großartigen Konzert geschafft hat, wird zumindest im Nachhinein in den Genuss kleiner Zusammenschnitte kommen.

Noch ein kurzer Check hinter der Bühne, ob alle Künstler mit Wasser und Snacks versorgt sind und schon geht es weiter.

Nun wird die Bühne etwas voller, denn "Village Voices" ist ein 13-Mann-starker Chor, natürlich ebenfalls aus Berlin. Zusammen mit ihrem Chorleiter Wolfgang Thierfeldt präsentieren sie einige Coversongs - unter anderem von der momentan populärsten amerikanischen A-Cappella-Gruppe "pentatonix" und auch von der australischen Gruppe "Idea of north" - und bringen so das Publikum in den Genuss eines gut gemischten und packenden Programms.

Nach dem wohlverdienten Applaus und Umbau auf der Bühne ist das Brodeln des Publikums merkbar zu spüren.

Kaum betreten "ONAIR" die Bühne, bricht es in tosenden Applaus aus. Was für eine Begrüßung für diese Gruppe, die momentan sämtliche Preise abräumt, es aber noch nie geschafft hat, vor ihrem Heimatpublikum aufzutreten. aBER heute. Endlich!

Wir Blogger, das sind Caro und meine Wenigkeit: Lea, hatten schon das Vergnügen, diese Truppe live in concert zu sehen. Aber was sie heute bieten, übertrifft alles, was wir bislang zu sehen und zu hören bekommen haben. Eine wahnsinnig gute Mischung der Songs, exzellenter Sound, packende Bühnenshow und eine so beeindruckende Stimmgewalt, verpackt in perfekt abgestimmten Arrangements. Wow.

Ein glänzender Abschluss für dieses Powerkonzert der Berliner Stimmen - und es schreit laut nach mehr. Aber zum Glück ist ja eines sicher: in den nächsten 3 Tagen folgen noch einige Gänsehautmomente während der diesjährigen BERVOKAL. Wir freuen uns, diese mit euch erleben zu dürfen!

08.09.2013 | 3. Workshoptag 2013

Abschlusskonzert

Der BERvokal-Sonntag bot gleichermaßen weitere, spannende Band-Coachings und Workshops für Einzelteilnehmer. Der dritte Tag - und dennoch: Es wirkte schon seltsam vertraut, die Kaffeemaschinen in Betrieb zu nehmen, das Verpflegungsangebot zuzubereiten, die Tagesplanung noch einmal durchzugehen, die Räume vorzubereiten. Der erste Workshopblock des Tages begann für drei unserer Ensembles und noch unter den Augen weniger früher Zuschauer.

Zur Pause füllten die ersten müden Gesichter das Foyer und ließen die Kaffeemaschine fröhlich blubbern. Würde nun erst eine Final-Probe stattfinden oder ging es direkt in die Workshops? Wer war denn nun bei wem? Und könnte man Technik-Fragen vielleicht noch vor dem Soundcheck klären? Wann war der Soundcheck nun eigentlich überhaupt? Gäbe es nachmittags Überäume für die Bands, selbst wenn kein Coaching mehr anstand? Eine erste, leichte Aufregung war bei manchen Teilnehmern zu spüren. Die Coaches besprachen noch einmal den Tag und teilten die Ensembles ein, denn am letzten Tag stand nicht von vorn herein fest, welcher Coach noch einmal mit welchen Ensembles arbeiten sollte. Vielmehr wurden die Workshops so eingeteilt, dass Ensemble, Coach und Schwerpunkt seiner Arbeit möglichst optimal zusammenpassten. Die Kugelschreiber waren noch nicht beiseite gelegt, da brummte es in Foyer, Gängen und Räumen wie am Tag zuvor. Herrlich! Inzwischen waren auch wieder viele interessierte Workshopzuhörer dazugestoßen und verteilten sich nach und nach auf die Coachings des zweiten Blocks.

Noch bevor die Coachings in die zweite Runde gingen, starteten viele Einzelteilnehmer in den bereits zweiten Beatbox-Workshop bei Lukas Teske. Wie bereits am Samstag waren beigeisternde Beats auf den Gängen zu vernehmen - mit, aber auch ohne Mikrofon-Verstärkung. Es fasziniert sehr, wenn eine so große Menschenmenge selbst ohne Mikros gemeinsam einen solchen Drum-Sound verbreitet.

Währenddessen wurde der große Saal der Astrid-Lindgren-Bühne für den Abend vorbereitet. Ein sehr beeindruckender Anblick für ein "a cappella-Konzert geübtes Auge" war die große Anzahl der Licht- und Tonpulte samt Sendern, die durch viele fleißige Techniker-Hände nach und nach die hintersten Reihen des Saals füllten. Schön zu hören war, dass auch die Techniker diesen Tag als eine Art "kleines Familientreffen" empfanden. Und auf die BERbands warteten hier durchaus keine Unbekannten, sondern die Hände, die Bands wie Maybebop, die Medlz, High Five, ONAIR, musix, Hartmuth und die Hitmaschine immer wieder akustisch wie optisch perfekt in Szene setzen.

Nach einer kurzen Mittagspause hieß es dann: Soundcheck! Jede Band hatte jeweils ein Zeitfenster am Nachmittag zugewiesen bekommen, um den abendlichen Auftritt beim großen Abschlusskonzert vorzubereiten. Hierbei darf man nicht vergessen, dass sich Bands und Techniker hier zumeist auch das erste mal überhaupt begegnet sind. So war es für manch ein Ensemble schon ein spannender Moment noch lange vor dem eigentlichen Auftritt.

Natürlich wurde weiterhin auch parallel in den übrigen Räumen gecoacht. Während die Ensembles nun wirklich in die letzte Runde gingen, konnten BERvokal-Einzelteilnehmer im Arrangier-Workshop bei Oliver Gies viel darüber lernen, wie man ein Arrangement möglichst optimal gestalten kann. Optimal bezieht sich hier nicht nur auf das klangliche Erlebnis, sonder auch darauf, es so zu gestalten, dass es zum individuellen Ensemble passt und möglichst gut einstudierbar ist. In der Textwerkstatt von Tom van Hasselt, einem weiteren Workshop für BERvokal-Besucher, konnte man sich im Anschluss mit der Frage eines guten Song-Textes unter professioneller Anleitung auseinandersetzen. Und für alle, die schon lange eigentlich gerne mal selbst singen wollten und natürlich auch alle, die nun selbst Lust auf etwas Praxis hatten, gab Michael Betzner-Brandt am Nachmittag noch einen Workshop unter dem Titel "Ich-kann-nicht-singen-Chor". Der Titel ist hier wirklich Programm! Eine Aufforderung an alle, wirklich alle, einfach dabei zu sein und ohne Scheu das Glück des gemeinsamen Singens zu erleben.

Draussen auf den Gängen hätte man nun mit spürbarer Nervosität rechnen können. Umso überraschender war es, wie entspannt sämtliche Ensemble-Mitglieder wirkten, als gemeinsam die Einsingräume und Garderoben besichtigt und bezogen wurden. Lediglich kleine Momente, in denen etwas Wichtiges verlegt schien oder schnell noch einmal Noten studiert und eben Gelerntes durchgegangen wurde zeigten, dass das Abschlusskonzert unmittelbar bevorstand. Einige lauschten sogar ganz relaxed dem Soundcheck von Maybebop.

Die letzten Minuten Ruhe vor dem Sturm: War alles parat? Wann können wir öffnen? Noch Kaffee für die Technik? Funktionieren die Ticket-Scanner? Wenige Minuten später war der große Saal erfreulich gut gefüllt. Auf allen Seiten waren strahlende Gesichter zu sehen: Im Publikum wie auch bei den Sängern, die Freunde und Familie begrüßten und zum Teil die Auftritte der Kollegen selbst auf den Zuschauerrängen erleben wollten.

Viel zu schnell war die erste Konzerthälfte vorbei! Dieser Abend war ein wahres Festivalkonzert: Ein Treffen guter, junger Bands auf einer gemeinsamen Bühne. Alle, wirklich alle BERvokal Ensembles hätte man länger erleben wollen. Ein BERvokal-Start nach Maß mit einem sehr starken ersten Jahrgang!

Aber es stand ja noch eine zweite Konzerthälfte bevor. Kaum war das Saallicht erloschen, wurden Maybebop und ihr aktuelles Programm "Weniger sind mehr" gefeiert. So einige Ersthörer im Saal waren verblüfft, was ohne Instrumente alles möglich ist. Insbesondere ein Beatbox-Solo von Lukas und ein "kleiner" Stimmtausch von Bass Sebastian und Counter-Tenor Jan ließen so manchen staunen. Auch dieser Konzertteil hätte gerne länger sein dürfen, aber irgendwann musste das Ende ja kommen. Begeistert wurde um Zugaben gebeten und so durften die Konzertbesucher noch einmal Maybebop genießen. Zuletzt stimmten sie mit Chormappen in den Händen ganz ungewohnt ein Männerchor-Arrangement an. Männerchor? Man singt lieber ohne Frauen? Probleme mit dem Altersschnitt? Aber das kann doch gar nicht sein?! Da stürmten, eine Band nach der anderen, die BERvokal-Ensembles wieder die Bühne und zogen sich die Mikros aus den Händen, um noch einmal eindrücklich das Gegenteil zu beweisen: "Wir alle singen, sind jung und unglaublich vielseitig!". Ein grandioses Finale mit einem ebensolchen Song!

Als auch die letzten Töne von der Bühne verklungen waren wurde bei der Abschlussfeier die Nacht zum Tag gemacht, um das erste BERvokal-Festival noch einmal so richtig zu feiern. Das Parkett war sicher blank getanzt und so mancher wollte die Tage gar nicht zu Ende gehen lassen. Mir als Autorin dieses Blogs ging es jedenfalls so und ich hoffe und freue mich doch sehr auf eine Wiederholung: BERvokal - zum Zweiten.

07.09.2013 | 2. Workshoptag 2013

2. Workshoptag 2013

Am zweiten Tag der BERvokal 2013 standen die individuellen Band-Coachings im Mittelpunkt. Bei einem gemeinsamen Warmup wurde unter anderem mit 'Füsse fangen' (einem Spiel, das sich zum Festival-Dauerbrenner entwickelte) die letzte Müdikeit abgeschüttelt und das richtige Gefühl für das eigene Instrument wieder hergestellt.

Unzählige neugierige und ebenso wissbegierige Besucher sahen den ganzen Tag dabei zu, wie unsere Coaches auf ganz unterschiedlichen Wegen den Ensembles neue Impulse für Arbeitsmethoden vermittelten. Gemeinsam mit den Musikern wurden sowohl textlich-inhaltliche als auch musikalische Details Ihrer Songs hinterfragt und vertieft. 'Was ist das für ein Typ, von dem Du hier gerade singst?', 'Könnt Ihr in einem Detail, Text oder Musik, einen Gegensatz zur Grundstimmung finden?', 'Die Melodie steht eher im Gegensatz zum Text. Wie sieht es denn mit den Harmonien aus?' sind nur Beispiele dieser Fragen. Innerhalb von Minuten konnte man häufig bereits die Wirkung dieser Arbeit beobachten: Ein Leadsänger war plötzlich derart vertieft in seine Rolle, dass man fast etwas Angst bekommen konnte oder Begleitstimmen entpuppten sich durch das von ihnen gezauberte Stimmungsbild plötzlich zum eigentlichen Erzähler einer Geschichte. Viel zu Lachen gab es bei der Erarbeitung eines zelebrierend-leidenden Heuschnupfengeplagten. Und einen Raum weiter wurde ganz nebenbei die Bedienung notwendiger Technik unspektakulär und passend in eine Szene eingebaut. Beeindruckend zu sehen war auch, wie bedeutend selbst schwer in Worte zu fassende Aspekte sind. Zum Beispiel die Frage in den Chor: 'Meint Ihr, sie ist eine gute Solistin für Euch?' und nach klarer Zustimmung 'dann zeigt Ihr das, stützt sie'- oder auch kleine Gesten eines sicheren klanglichen Fundaments in kleiner Besetzung. Diese rein auf der Gefühlswelt basierenden Dinge zeigten unmittelbare Wirkung: Solisten war auf einmal der Druck genommen, das Stück wirkte homogener und zu gleich dynamischer. Unglaublich wie viel die Konzentration auf den Moment, eine Stimmung und die entsprechenden Personen bewegt! Ganz nebenbei gab es den ein oder anderen Tipp klangliche oder intonatorische Ungereimtheiten anzugehen und beeindruckend schnell zu beseitigen. Sehr spannend hierbei auch immer wieder Gespräche zum Thema Gesangstechnik Pop und Klassik.

Lukas Teskes nachmittags angesetzter Beatbox-Workshop für Einzelteilnehmer stieß auf erfreulich großes Interesse - letztlich limitierte die Raumgröße die Teilnehmerzahl. Der steigenden Raumtemperatur schien die Begeisterung jedoch noch schneller voranzueilen, so dass bald wummernde Bässe, scharfe Beats und auch Zwischenapplaus auf den Gängen zu hören waren. Glücklich und etwas erschöpft strömte das frisch geschulte Vokal-Schlagwerk-Ensemble dann wieder als Zuschauer in die nächsten Band-Coachings.

Beim BERvokal Open Stage Konzert am Abend war es erfreulicher Weise derart voll, dass Gäste in den letzten Reihen stehen mussten und nicht nur die Darbietungen auf der Bühne einem Siedepunkt entgegen strebten. Im Vorfeld waren Bands und Chöre über unsere BERensembles hinaus dazu aufgerufen worden, sich für diesen bunten Konzertabend zu melden und sich dem Publikum zu präsentieren. Als Gastgeber des Open Stage Abends heizten 'Hartmuth und die Hitmaschine' zunächst kräftig ein! Wieder ein neuer, spannender a cappella-Aspekt: Nur 2 Mann auf der Bühne, aber ein Sound, der die Wände wackeln lässt und Partystimmung verbreitet, dass die Füße von selbst tanzen. Im Anschluss eroberten 10 Ensembles und Bands die Bühne. Viel Unterschiedliches und Neues gab es auch hier weiterhin zu entdecken und zu hören.

Auf der Bühne standen:

  • Hartmuth und die Hitmaschine
  • JazzVocals
  • Mit Ohne Alles
  • Malebox
  • DamenSolo
  • Mongrooves
  • Petit4
  • Selbstlaut!
  • anders
  • Unduzo
  • Delta Q
     
Hartmuth und die Hitmaschine

Hartmuth und die Hitmaschine - Open Stage 2013

 

06.09.2013 | 1. Workshoptag 2013

1. Workshoptag 2013

BERvokal. Da war er nun - der ersehnte ERSTE Tag des ERSTEN BERvokal-Festivals! Ganz unspektakulär und gemütlich nahm alles seinen Anfang. Sofas und Sessel wurden zusammengeschoben und eine kurze Helferbesprechung später waren alle Details geklärt, Räume inspiziert, der zentrale Info-Stand vorbereitet und die Coaches begrüßt. Aber irgendetwas fehlte.... Die Bands! Doch nicht lange. Nach und nach füllte sich das Haus. Alte Bekannte begrüßten sich genauso wie neue Gesichter Willkommen geheißen wurden - ein lauter, fröhlicher Haufen: "Wo kommt Ihr denn her?", "Welche Richtung macht Ihr denn so hauptsächlich?", "Wie macht Ihr das dann technisch? Ist ja cool!" und auch die ersten Töne waren aus allen Ecken zu hören.

Parallel wurden einzelne Bands vom rbb aufgenommen, denn gleich zu Beginn des jungen Festivals gab es die Chance das Festival in den Medien zu präsentieren. Ein krasser Start, oder?! Den ganzen Nachmittag mischten sich die spannenden Aufnahmen als zweiter, paralleler roter Faden in die ersten Workshops. Sehr spannend wurde es noch einmal, als es gegen 19h dann live für zibb (rbb) auf Sendung ging.

Am Abend durften alle Beteiligten schon einmal auf die große Astrid-Lindgren-Bühne, um sich und ihre Songs den Coaches vorzustellen. Hier zeigte sich die Vielfalt und Individualität der Ensembles, die man am Nachmittag in den Willkommensgesprächen schon erahnen konnte. Alle singen Pop, aber von Interpretationen klassischer Kunstlieder über 'aufgemotzte' Klassiker vergangener Jahrzehnte, jazzende und swingende Melodien und Eigenkompositionen war alles zu hören. Und auch der Probenstand reichte von 'wird aktuell neu einstudiert' bis 'ist Teil unseres aktuellen Live-Programms'. Bemerkenswert, dass bereits diese Vorstellrunde auf weiten Strecken als Konzert hätte durchgehen können - umso gespannter sind nun natürlich alle Beteiligten auf das Ergebnis der Workshops beim Abschlusskonzert!

Natürlich darf so ein Geburts-Tag nicht einfach 'irgendwie' zu Ende gehen. Nach einer kurzen Besprechung der Coaches ließ, wer Zeit und Power genug hatte, den Abend noch ganz ungezwungen beim Italiener ausklingen.

NEWS

10.09.18

Jens Johansen

Bedauerlicherweise musste uns Jens Johansen kurzfristig absagen. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Oliver Gies (Sa) und Erik Sohn (So) so hervorragende Ersatzdozenten gewinnen konnten!

14.08.18

Die BERvokal rückt immer näher

In einem Monat ist es endlich soweit. Sichert Euch jetzt schon Eure Plätze in den Workshops und freut Euch auf unsere beiden BERüchtigten Konzerte mit alten und neuen Gesichtern. Wir freuen uns auf Euch!

01.12.17

Bewerbt Euch!

Die Bewerbungsfrist für den Ensemble-Workshop 2018 läuft! Bis zum 31.03.2018 könnt Ihr Euch hier bewerben!